© Karl-Heinz Liebisch
"Zwei bis drei Grad Celsius wärmer. Wunderbar! Dann machen wir Urlaub unter Palmen bald an der Nordsee". Diese Aussage hört man gelegentlich, wenn Menschen über den Klimawandel reden. Zumeist ist das zum Glück ironisch gemeint. Dennoch spricht aus dieser Aussage ein grundsätzlicher Irrtum, dem viele Menschen unterligen, wenn Sie an den Klimawandel denken.
Der nun zu Ende gehende Winter war deutlich kälter, als die Winter der vergangenen Jahre. Bedeutet dies, dass es gar keinen Klimawandel gibt? Haben uns die Experten die ganze Zeit nur etwas vorgemacht? Leider ist das nicht der Fall. Denn erstens haben Forscher bereits zu Beginn des Jahres 2009 darauf hingewiesen, dass wir uns derzeit am Maximum eines ca. siebenjährigen Zyklus befinden, der die Temperatur innerhalb einer gewissen Spanne regelmäßig fallen und wieder steigen lässt, was bedeutet, dass der "gefühlte Klimawandel" nun erst einmal für zwei bis drei Jahre aussetzt, dann aber um so stärker zurück kehrt.
Und zweitens, wenn von globaler Erwärmung und einer Erhöhung der jährlichen Durchschnittstemperatur auf der Erde die Rede ist, bedeutet dies keineswegs, dass die Gesamttemperatur auf der Erde konstant um einige Grad ansteigt.
In Wahrheit kann und wird die Temperatur langfristig an einigen Stellen unseres Planeten sogar deutlich absinken. Dies ist aber kein Segen, sondern wird die Auswirkungen des Problems nur noch weiter verstärken. Insgesamt wird die Temperaturdifferenz zwischen verschiedenen Orten der Erde deutlich ansteigen. Dies führt zu extremen Wetterphänomenen, wie wir sie in den letzten Jahren bereits beobachten konnten.
Studien belegen, dass die Anzahl an Naturkatastrophen seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts deutlich zugenommen haben. Der Februar diesen Jahres war der schneereichste Monat in Washington seit mehr als 20 Jahren. Anfang März hat ein Sturmtief, das über ganz Europa gezogen ist verheerenden Schaden angerichtet und in Frankreich, Spanien und Portugal Menschenleben gekostet. Dies sind nur zwei Beispiele für eine zusehends steigende Anzahl an Naturkatastrophen in immer kürzer werdenden Abständen.
Der Grund hierfür liegt unter anderem genau in der beschrieben steigenden Temperaturdifferenz auf der Erde.
Da warme Luft leichter ist, als kalte, steigt sie nach oben. Der entstehende Freiraum muss wieder mit Luft gefüllt werden. Deshalb fließen kalte Luftmassen nach. Das ist prinzipiell die Entstehungsursache für Winde. Je größer die Temperaturdifferenz auf kleinem Raum ist, um so stärker weht der Wind. Aus diesem Grund nehmen Stürme in der Folge des Klimawandels zu.
Außerdem kann kalte Luft weniger Flüssigkeit speichern, als warme. Die aufsteigende Luft kühlt sich ab, wenn Sie Höhe gewinnt. Da sie dann mehr Wasser enthält, als sie speichern kann, kommt es zur Wolkenbildung und schließlich zu Niederschlag. Auch hier zeigt sich ein Problem der steigenden Temperaturdifferenz. Je größer diese ausfällt, um so mehr Niederschlag fällt. Deshalb hat es in diesem Winter in weiten Teilen Europas und Amerikas deutlich mehr geschneit, als wir dies aus den letzten Jahren gewohnt sind.
Die Probleme des Klimawandels sind also vielfältig. Und häufig bemerken wir sie erst, wenn sie Realität geworden sind.
Nur wenn wir heute Anfang zu handeln, haben wir die Chance, die schlimmstem Folgen ab zu wehren!
Mittlerweile sind sich alle Wissenschaftler einig. Der Klimawandel wird bis zum Ende dieses Jahrhunderts das Gesicht der Welt stärker verändern, als bis vor wenigen Jahren angenommen.
Der Mensch zerstört seinen eigenen Lebensraum und den von Millionen anderer Tier- und Pflanzenarten.
Die ohnehin schon armen, die Menschen in der dritten Welt wird es am stärksten treffen.
Ein weitreichendes Umdenken im Umgang mit der Natur von jedem von uns ist notwendig um das Schlimmste zu verhindern.
Wenn wir alle nur ein wenig unternehmen, indem wir einfache Tipps befolgen und auf ein paar Dinge achten, dann ist der Welt ein großes Stück geholfen!!!
Die Jahresmittel-Temperatur auf der Erde ist in den letzten 100 Jahren um 0,8 Grad angestiegen. Dabei nahm auch die Geschwindigkeit der Erwärmung ständig zu.
Wenn sich in unserem Verhalten nichts ändert, wird dieser Trend weiter anhalten. Schon heute haben Menschen auf der ganzen Welt mit extremen Wetterlagen, wie langanhaltenden Trockenperioden und extremen Stürmen zu kämpfen.
Wir müssen jetzt handeln. Morgen ist es zu spät. Jeder kann helfen den Klimawandel zu stoppen. Werden Sie aktiv. Es lohnt sich